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Re: FKK vor dem Aus?

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Die Freikörperkultur, kurz FKK, lebt Jeannette Langner aus Zwickau schon seit ihrer Kindheit in der DDR – damals keine Besonderheit. An der Ostsee tummelten sich tausende nackte Badegäste, FKK oder Naturismus stand für Toleranz, Freiheit, Naturverbundenheit. Doch seit der Wende 1990 hat die Szene knapp die Hälfte ihrer Mitglieder verloren – immer mehr Menschen tragen ihre Badehosen auch im FKK-Bereich und blicken wertend auf die ausgelebte Nacktheit. Seit diesem Jahr gilt daher sogar an einigen deutschen FKK-Stränden Nacktpflicht. Jeannette findet das gut. Sie hält Naturismus für schützenswert, will FKK sogar als immaterielles Weltkulturerbe bei der Unesco anmelden. Als Vorsitzende des Vereins Get Naked Germany kämpft sie mit dem Nachwuchsmangel. Durch besondere FKK-Erlebnisse versucht der Verein gezielt Jüngere zu erreichen: Wanderungen, Museumsbesuche oder mal eine Wein-Verkostung? Das muss Jeannette zufolge auch nackt möglich sein. Blöd nur, dass es bei der Online-Präsenz hakt. Denn in der digitalen Welt dominieren perfekte Körper und glatte Haut, keine Dehnungsstreifen oder Falten. Nackte Durchschnittskörper werden zensiert und tabuisiert. Die junge Britin Saoirse Newhouse steht vor einem ganz ähnlichen Problem. Auch sie möchte sich seit kurzem für unbeschwerte Nacktheit stark machen und tritt als Botschafterin für den Dachverband British Naturism in dessen Social-Media-Kanälen auf. Für die 21-Jährige ist Naturismus auch ein Akt der Rebellion - den eigenen Körper annehmen, ohne sich zu verstecken. 

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