ERDOĞAN

Gegen alle Widerstände, 2026

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pirmdiena, 03:50

Als Barack Obama nach seinem Amtsantritt die Türkei 2009 als erstes Ziel für einen Staatsbesuch auswählt, steht Recep Tayyip Erdoğan auf dem Höhepunkt seines internationalen Ansehens. Er gilt jetzt als Brückenbauer zwischen Islam und Demokratie. Beim Arabischen Frühling lässt er sich in Kairo wie ein Heilsbringer feiern. Ein Moment, der ihm - so Beobachter - "den Kopf verdreht". Weggefährten berichten, Erdoğan sei "ein anderer geworden", getrieben von dem Gefühl: "Es gibt niemanden, der größer ist als wir." Erdoğan entpuppt sich als Machtpolitiker, der keine Grenzen mehr akzeptiert. Er beschwört eine "neue Türkei", orientiert am Erbe des Osmanischen Reichs, und treibt das Land auf einen religiös geprägten Kurs. Als Hunderttausende dagegen bei den Gezi-Protesten 2013 aufbegehren, duldet Erdoğan keine Kritik. Er sieht die Demonstranten nicht als Bürger, sondern als Feinde. Der Konflikt spaltet das Land - und trifft ihn persönlich: "Das war der größte Schock seiner bisherigen Karriere - denn damit hat er nicht gerechnet", erinnert sich der damalige WELT-Korrespondent Deniz Yücel. Trotz immer neuer Skandale baut Erdoğan seine Macht weiter aus. 2014 lässt er sich zum Präsidenten wählen, inszeniert sich auch im Ausland als Stimme der Türken und lässt sich einen gigantischen Präsidentenpalast bauen - gegen alle Widerstände. Sein Ziel ist klar: mehr Macht, ein neues System, eine Türkei nach seinen Regeln. Doch im Verborgenen formiert sich Widerstand. Für Erdoğan unsichtbar - aber entschlossen, ihn zu stürzen.

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Nach nur vier Monaten Haft kehrt Erdoğan zurück - in ein Land am Abgrund. Ein verheerendes Erdbeben, eine schwere Wirtschaftskrise und das Versagen der politischen Elite erschüttern die Türkei. Millionen verlieren das Vertrauen in den Staat. Erdoğan erkennt seine Chance - und erfindet sich neu. "Er war wie ein guter Teig", erinnert sich Nihal Olçok, die schon seinen Bürgermeisterwahlkampf unterstützte, "man konnte Börek aus ihm machen, oder Baklava". Mit der Gründung der AKP legt er sein islamistisches Image ab. Erdoğan trifft den Nerv einer wütenden Nation. Der Plan geht auf, die AKP gewinnt die Wahlen. Trotz Politikverbots bahnt er sich mit taktischem Geschick den Weg an die Spitze - und wird Premierminister. Erdoğan treibt Reformen voran, führt die Türkei auf EU-Kurs und entfacht eine Aufbruchsstimmung. Doch der Widerstand wächst. Als Europa auf Distanz geht, richtet er den Blick nach innen - und riskiert alles im Kampf gegen die alten Eliten. Verhaftungswellen erschüttern das Land, Kritiker schlagen Alarm. Ist das der Aufbruch einer neuen Türkei - oder der Beginn eines gefährlichen Machtumbaus?


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