Küchen der Welt
Senegal: Thiéboudiène
Stadt Land Kunst
* China: Zhang Yueran schreibt sich frei Zhang Yueran wurde 1982 geboren und ist eine der erfolgreichsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Chinas. In einem ihrer Romane, der 2019 unter dem Titel „Le Clou“ ins Französische übersetzt wurde, erzählt sie, wie drei Generationen mit dem Trauma des Maoismus umgehen. Die Autorin schöpft dabei aus den Erinnerungen ihres Vaters an die Zeit der Kulturrevolution, die Familien auseinanderriss und Freunde oder Nachbarn zu Feinden werden ließ. * Hexenjagd im Elsass In der Kulturepoche der Renaissance entwickelte sich in Europa ein humanistisches Welt- und Menschenbild. Nichtsdestotrotz erreichte in dieser Zeit auch die Hexenverfolgung ihren Höhepunkt, insbesondere zwischen Rhein und Vogesen im heutigen Elsass. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden hier Tausende „Hexen“ verbrannt. An der Schwelle zur Neuzeit tobte ein wahrer Krieg gegen die Macht der Frauen, die nicht nur Kinder gebären, sondern oft auch Krankheiten heilen konnten. * Kroatien: Sebastians Lammkoteletts In Pula bereitet Sebastian das traditionelle kroatische Gericht Janjetina zu: Er brät Lammkoteletts, bis sie innen noch leicht rosa sind. Für die Soße schmort er Hühnerfleisch mit Gemüse, Tomatenmark, Wein, Knoblauch und cremigem Balsamico-Essig. Die Soße wird passiert, mit Oliven verfeinert und über das Fleisch gegossen. Dazu gibt es schmackhafte Kartoffeln. * George Washington, der Meisterspion 1776 drohten die 13 amerikanischen Kolonien, die sich vom britischen Mutterland losgesagt hatten, dem Feind zu unterliegen. George Washington ersann daher eine neue Strategie und gründete ein geheimes Spionagenetzwerk, das mit einem Code zur Verschlüsselung von Nachrichten arbeitete. Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen.
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Descrizione
* Thiéboudiène, Senegals Küchenjuwel Thiéboudiène ist ein farbenfrohes Gericht, dessen Rezept in senegalesischen Familien von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Köchin Astou Gueye bereitet es in Saint-Louis für Clémence Fournival zu. Oft wird das auch Thiep genannte Reisgericht mit den senegalesischen ʺMamasʺ in Verbindung gebracht - sie wissen, wie man es am besten kocht und halten die traditionelle Küche des Landes am Leben. Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard erklärt die enge Verbindung zwischen Thiep und Fischerei, seine Rolle als Nationalgericht und die Geschichte des Reises im Senegal. * Nostalgiegeschmack: Cheikh, ein Senegalese in Bordeaux Cheikh kam 2006 aus dem Senegal nach Bordeaux und kocht dort seitdem seinen Mafé. Er begeistert sich für die sogenannte Fusion Kitchen und verbindet französische Rezepte mit senegalesischen Produkten. Als Teil einer neuen senegalesischen Generation am Herd stellt Cheikh Gerichte vor, die ihn an den Senegal erinnern. * Ran an die Töpfe! Für alle, die selbst gerne den Kochlöffel schwingen, hier ein Thiéboudiène-Rezept, das sich einfach zu Hause nachkochen lässt. Rezept für Thiéboudiène, das senegalesische Nationalgericht Zutaten für sechs Personen: 6 feste weiße Fischsteaks, idealerweise Thiof (weißer Zackenbarsch), Dorade oder Wolfsbarsch, entschuppt, aber mit der Haut 1 rote Zwiebel 6 Knoblauchzehen 2 Schalotten 8-10 Zweige frische Petersilie 5-6 Zweige frischer Dill 1 Zitrone 120 ml Erdnussöl (oder Traubenkernöl) 400 g geschälte Tomaten 3 EL Tomatenmark ½ TL gemahlener Kreuzkümmel ¼ TL gemahlener Koriander 3 Lorbeerblätter (frisch oder getrocknet) 1 Würfel Gemüsebrühe ½ Liter Wasser 3 Karotten 1 Süßkartoffel ½ Butternut-Kürbis 10 Okraschoten 600 g Bruchreis oder Rundkornreis 3-4 Habaneros Salz und Pfeffer Zubereitung: Die Marinade für den Fisch vorbereiten: Dafür die beiden Schalotten, drei Knoblauchzehen, die Petersilie und den Dill fein hacken und mischen, bis eine grobe Paste entsteht. Diese mit der abgeriebenen Zitronenschale vermengen. Den Fisch anschließend mit der Paste einreiben. Dann den Fisch in 100 Milliliter Öl in einer Pfanne für jeweils etwa sechs Minuten auf jeder Seite anbraten. Die Zwiebel und die restlichen drei Knoblauchzehen kleinhacken und beides in einer großen Pfanne mit dem restlichen Öl anbraten. Wenn Zwiebel und Knoblauch karamellisiert sind, das Tomatenmark, die geschälten Tomaten, die ganzen Habaneros, die Gewürze und die Lorbeerblätter hinzufügen. Anschließend den im Wasser aufgelösten Würfel Gemüsebrühe dazugeben. Alles aufkochen, dann die Hitze reduzieren und bei mittlerer bis niedriger Hitze weiterköcheln lassen. Die Karotten, den Kürbis und die Süßkartoffel schälen, in grobe Stücke schneiden und hinzugeben. Alles etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Nun die Okraschoten hinzufügen und alles weitere fünf Minuten kochen. Die Gemüsestücke aus der Soße nehmen. Dann drei Tassen Wasser in die Pfanne geben und den Reis darin kochen. Zugedeckt bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit vollständig aufgesogen hat. Zum Schluss die Habaneros aus der Soße entfernen. Den Fisch und das Gemüse auf einem Reisbett servieren.
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