360° Reportage
Estland, Krötenretter im Einsatz
GEO Reportage
Auf Kaliforniens Straßen sind sie ein echter Hingucker: Lowrider - tiefer gelegte, alte Straßenkreuzer. Sie können auf drei Rädern fahren und krachend abheben. Am Steuer der kultigen Oldtimer sitzen inzwischen immer mehr Frauen. Dabei ist Lowriding traditionell eigentlich Männersache. Seit den 60er Jahren schrauben Enthusiasten an ihren Chevrolets, Buicks oder Oldsmobiles herum und bauen jede Menge Batterien und Sprungmotoren in den Kofferraum. Von Schmieröl an den Händen lassen sich aber mittlerweile auch Lowrider-Ladies nicht abschrecken. Und selbst das gefährliche und illegale Springen, das "Hoppen", übernehmen sie jetzt. Der kultige Motorsport ist vor allem Hobby der "Chicanos", wie sich die Bevölkerung mit mexikanischen Wurzeln selbst nennt. Während andere Autos immer höher gelegt wurden, legten sie ihre Karosserien derart tief, dass sie den Asphalt zu berühren scheinen. Hydraulikmotoren von Müll-Lastern waren die Inspiration der ersten Lowrider, ihre Wagen auch in schiefe Lagen zu bringen oder sogar springen zu lassen. Die "First Class Ladies" gehören zu den ersten Frauenclubs in der Szene. Die sechs Mitglieder wollen das Image der Lowrider aufpolieren, denn die tätowierte Menge mit den schrägen Autos ist vielen suspekt. Der Club will Gutes tun und sammelt Spenden für die Obdachlosen von L.A. Gladys Ramos hingegen geht ihren ganz eigenen Weg. Die 43-Jährige hat es auch satt, sich von Männern Vorschriften machen zu lassen. Sie will das "Hoppen" unbedingt lernen, auch wenn das nicht einfach wird. Die 28-jährige Jazmin Lopez ist noch viel provokanter: Die Mutter zweier Kinder lässt bereits ihren Wagen beachtlich hochspringen. Es kracht und knarzt dabei - nicht selten fliegen durch die Wucht des Hüpfens Teile durch die Luft. Ein schräger Freizeitspaß, bei dem immer wieder auch mal Batterien explodieren oder Autos brennen können. „GEO Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.
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Deskrizzjoni
Tausende Amphibien erwachen aus der Winterstarre und machen sich instinktiv auf den Weg zu ihren Laichgebieten: Der Frühling ist in Estland eingekehrt. Die Biologin Katerina Pesocki vom Städtischen Museum für Naturkunde in Tallinn kämpft für den Naturschutz der Amphibien. Zusammen mit Helferinnen und Helfern, Aktivistinnen und Aktivisten vom Estnischen Naturfonds organisiert sie seit einigen Jahren groß angelegte Rettungsaktionen, speziell zur alljährlichen Massenwanderung der Kröten im Frühjahr. Wenn die Tiere ihren Instinkt-geleiteten Marsch antreten, engagieren sich Freiwillige in ganz unterschiedlichen Teilen Estlands. Sie befördern in wenigen Tagen und Nächten Tausende Kröten und Frösche sicher über die Straßen. Doch wo genau werden die Tiere wandern? Und vor allem wann? Katerinas Fachkenntnisse sind gerade für die Einsatzplanung unabdingbar. Mit Beginn der warmen Frühlingstage kriechen zunächst nur vereinzelt die ersten Frösche und Kröten aus ihrem Erdunterschlupf an die Oberfläche. Alle versuchen, zu ihrem jeweils individuellen Heimatteich zurückzukehren, um sich fortpflanzen. Oft wird es eine beschwerliche Wanderung. Zur Laichablage und Befruchtung herrscht ein großes Gewimmel unter der Wasseroberfläche. Die größeren Weibchen werden von unzähligen Männchen umworben, die sich rücklings an ihre Auserwählte klammern. Die eigentliche Herausforderung aber ist der Autoverkehr, gerade in und um Tallinn. Viele Frosch- und Krötenwanderwege führen über Straßen, weshalb zur Krötenwanderung viele Tiere überfahren werden. Die Helferinnen und Helfer werden also dringend gebraucht, damit Estlands Kröten und Frösche ihren Platz in der Natur des Landes behalten können. Farbenfreudige Geschichten, die das Leben schreibt. Reisen, Rituale und Feste mit Menschen aus aller Welt.
Skeda tat-TV
| Stazzjon | Ħin | Titlu |
|---|---|---|
| it-Tnejn, 05:55 CEST | 360° Reportage | |
| l-Erbgħa, 05:55 CEST | 360° Reportage | |
| is-Sibt, 08:00 CEST | 360° Reportage | |
| is-Sibt, 19:40 CEST | 360° Reportage |