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Fährpassagen: Neuseelands Straße der Stürme

Trečiadienis, 13:20

Die Cook Strait, die die Nordinsel Neuseelands von der Südinsel trennt, ist an ihrer schmalsten Stelle nur 22 Kilometer breit. Benannt nach dem englischen Seefahrer Thomas Cook, der sie als erster Europäer durchsegelte, zählt die Meerenge zu den stürmischsten und unberechenbarsten Meeresstraßen der Welt. Zum Glück ist die See dort nicht immer in Aufruhr, so dass die Fährgesellschaften ihren Gästen häufig eine reizvolle Passage von Wellington im Norden nach Picton auf der Südinsel bieten können. Die Fahrt auf dem rund 100 Kilometer langen Schifffahrtsweg führt auch durch die eindrucksvolle Landschaft der Marlborough Sounds und ihr Labyrinth aus Wasserstraßen und Halbinseln. Es geht vorbei an zahlreichen Zeugnissen aus der Geschichte dieser berühmt-berüchtigten Meerenge, die früher ein beliebtes Revier für den Walfang war. Heute werden die einstigen Beobachtungsposten der Walfänger genutzt, um die verbliebenen Bestände der Meeressäuger wissenschaftlich zu erforschen. Die Menschen an Bord der Fähren und entlang der Küsten erzählen ihre Geschichten, die auf die eine oder andere Weise immer etwas mit dem Mythos der Cook Strait zu tun haben. In der Sprache der Maori, der Ureinwohner Neuseelands, heißt die Meeresstraße Raukawa, und sie war ihnen stets heilig. Die Fahrt mit einem Kanu über die Meerenge ist bei rauer See ein höchst gefährliches Unternehmen. Die Legende sagt, dass jungen Männern, die zum ersten Mal in einem Boot über die Raukawa fuhren, das Blickfeld mit Blättern als Scheuklappen verhüllt wurde. Was sie nicht sahen, konnte ihnen auch keine Angst machen. Fähren bilden Verbindungen über Flüsse, Kanäle, Seen oder Meere. Aber sie sind keine festen Bauwerke. Ihre Fahrpläne sind abhängig von Wind und Wetter. Und wer an Bord geht, bildet für kurze Zeit eine Schicksalsgemeinschaft mit anderen Passagieren. Die Dokumentationsreihe stellt Fährverbindungen in unterschiedlichen Teilen der Welt vor. Film von Susie Maass

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Fährpassagen: Neuseelands Straße der Stürme

Aprašymas

Bergsteiger, Schriftsteller, Fotograf: Reinhard Karl gab dem Lebensgefühl einer Generation von Bergsteigern Ausdruck. 1982 kam er am Cho Oyu ums Leben. In Holz- und Linolschnitten versucht die Künstlerin Clara Happ, die berührende Kraft der Texte und die Ästhetik seiner Bilder zu vermitteln. Mit seinem Text-Bildband "Erlebnis Berg: Zeit zum Atmen" gab der Bergsteiger, Schriftsteller und Fotograf Reinhard Karl dem Lebensgefühl einer Generation von Bergsteigern und Kletterern Ausdruck. Wie kaum ein anderer verstand es der Heidelberger, seinem eigenen Erleben, seinen Gedanken und Gefühlen am Berg in Wort und Bild Ausdruck zu verleihen. Leider kam Reinhard Karl viel zu früh, im Alter von 35 Jahren, am Cho Oyu (8.153 m) ums Leben. In seinen Texten und Fotografien jedoch lebt er weiter. Dass seine Werke bis heute nichts von ihrer Einzigartigkeit verloren haben, zeigt Autor und Filmemacher Tom Dauer am Beispiel der Künstlerin Clara Happ. Sie fertigt Holz- und Linolschnitte nach Vorlage von Reinhard Karls Fotografien an. Dabei geht es ihr nicht um detailgetreue Wiedergabe. Clara Happ versucht zu verstehen, was die berührende Kraft der Texte, was die zeitlose Ästhetik der S/W- und Farbbilder ausmacht – und transportiert deren Schönheit mit analoger Technik in die Gegenwart.


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