Venedig retten
Großbritannien 2022
Küchen der Welt
* Abuñuelada-Auberginen, eine arabische Spezialität aus Andalusien Die Sonne Andalusiens bietet optimale Bedingungen für den Auberginenanbau und die Gewinnung von "Zuckerrohr-Honig". In Córdoba, der ehemaligen Hauptstadt des Emirats Al-Andalus, verschmelzen beide zu einem köstlichen Gericht. Journalist Arnaud Théry lässt sich von Küchenchef Paco Morales in die Geheimnisse des geschichtsträchtigen Rezepts einweihen. Aber was ist eigentlich Al-Andalus, und woher stammt die Aubergine? Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard kennt die Antworten und erzählt die Geschichte des arabischen Andalusiens. * Nostalgiegeschmack: Inma, eine Andalusierin in Schottland Inma und ihr Mann stammen aus Andalusien und leben im schottischen Edinburgh. Inma liebt Kartoffel-Tortillas und Tapas, die sie gerne mit den Schülern ihrer Flamenco-Schule teilt. Auch wenn ihr die alte Heimat manchmal fehlt, fühlt sich Inma in der schottischen Hauptstadt nach wie vor sehr wohl. * Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein einfaches Abuñuelada-Rezept, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ab in die Küche! Rezept für die Abuñuelada-Aubergine Ein Beignet und eine Aubergine - mehr braucht es nicht für einen exzellenten Aperitif. Der Beweis: dieses Rezept! Zutaten für 10 Beignets: 1 große Aubergine 10 neutrale Beignets 15 cl Balsamicoessig Olivenöl Salz, Pfeffer Zubereitung: Auberginenhaut unter regelmäßigem Wenden von allen Seiten grillen (auf der Gasflamme oder bei 220 °C im Ofen auf Grillfunktion). Anschließend Schale entfernen und Fruchtfleisch zurückbehalten. Fruchtfleisch in ein Spitzsieb legen, beschweren und drei Stunden lang austropfen lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl würzen. Fein mixen. In einem kleinen Topf Balsamico reduzieren, bis der Essig dickflüssig wird und sich in einen zähen Sirup verwandelt. Beignets leicht anwärmen, mit Auberginencreme bestreichen und etwas Balsamico darüber tröpfeln.
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Venedig, ein architektonisches Juwel mit 1.600 Jahre alter Geschichte, droht unterzugehen. Angesichts des immer rascher ansteigenden Meeresspiegels und zunehmender Überschwemmungen arbeiten Wissenschaftler:innen verschiedenster Fachrichtungen mit Hochdruck an Lösungen zur Rettung der Stadt. Nach jahrzehntelangen Bauarbeiten schützt seit Kurzem das revolutionäre Sturmflutsperrwerk „Mose“ die Stadt. Aber eine langfristige Lösung bietet auch dieses Projekt nicht, denn korrosives Salz setzt den Denkmälern zunehmend zu. Venedig hat seiner außergewöhnlichen geografischen Lage Macht und Reichtum zu verdanken, doch die weltbekannte Stadt muss im Rhythmus der Gezeiten leben. Die ersten Siedlungen wurden auf Pfählen auf dem sumpfigen Untergrund errichtet, und mit dieser Technik ließ sich schließlich das Gewicht einer ganzen Stadt tragen. Der Schlamm in der Lagune sorgt dafür, dass das Holz nicht verfault, und die Pfähle sind in einem sehr guten Erhaltungszustand. Die ständigen Überschwemmungen bringen jedoch eine andere Bedrohung mit sich: Salz. Sobald das Wasser verdunstet ist, muss mühsam das Salz entfernt werden, das sich auf den Denkmälern der Stadt absetzt, weil es das Mauerwerk angreift. Nach jahrzehntelangen Bauarbeiten und Baukosten in Milliardenhöhe soll seit Kurzem jetzt „Mose“ die Stadt beschützen - ein System aus beweglichen Fluttoren, die an den drei Öffnungen der Lagune zum offenen Meer errichtet wurden. Aber das Sturmflutsperrwerk darf nicht systematisch zum Einsatz kommen, da die Fluttore die Gezeiten blockieren, die sonst Unrat und Abwässer aus der Lagune befördern. Daher arbeiten Ingenieure an einem kühnen Projekt, bei dem Meerwasser in den Untergrund der Stadt gepumpt und diese so um 25 Zentimeter angehoben werden soll. Die Zukunft Venedigs hängt ganz von der Beziehung zwischen Stadt und Lagune ab. Die VenezianerInnen fürchten, ihre Stadt könne im Zuge des Klimawandels verschwinden. Daher setzen sie auf einen mehrdimensionalen Ansatz aus technischer Innovation und Renaturierungsmaßnahmen.
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| уторак, 10:25 | Venedig retten |