Digital Aliens

Die neue Ungleichheit

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Tracks East

quarta, 00:50

Trotz Waffenstillständen bleibt der Alltag in Israel geprägt von Raketenalarm und gesellschaftlicher Erschöpfung. Zwischen Cafébesuchen und Luftschutzbunkern stellt "Tracks East" die Frage: Was macht der Dauerkrieg mit einer Gesellschaft? Israel lebt zwischen Alltag und Ausnahmezustand. "Tracks East" über Menschen im Dauerkrieg. Journalist David Issacharoff begleitet Menschen, die mit den Widersprüchen eines Landes leben, das trotz des Krieges funktionieren muss. In Tel Aviv trifft "Tracks East" den Streetfotografen Shahar Dekel. Sein Kibbuz nahe Gaza wurde am 7. Oktober 2023 zerstört; Freunde starben oder kämpfen bis heute mit Traumata. Dreimal wurde er seitdem eingezogen. Mit seiner Kamera dokumentierte er den Krieg. Nahe der libanesischen Grenze betreibt Nitzan Yulzari ein Café. Manchmal bebt dort der Boden von den Explosionen in der Ferne. Eigentlich wollte er mit seiner Familie nach Portugal auswandern. Jetzt steht die Entscheidung erneut bevor. Sein Café ist Treffpunkt und Rückzugsort zugleich - doch der Krieg begleitet ihn jeden Tag. Eine andere Perspektive zeigt die palästinensisch-israelische Journalistin Amal Ghawi. Auf Social Media spricht sie über Vertreibung, Diskriminierung und die Verengung des öffentlichen Diskurses. Sie berichtet auf Hebräisch und Arabisch. Für ihre Kritik wird sie von beiden Seiten angegriffen. "Tracks East" zeigt ein Land, das erschöpft ist - und dennoch weitermacht.

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Tracks East

Descrição

Die Digitalisierung gilt als Motor des Fortschritts. Doch während sich unsere Welt rasant vernetzt und unser Alltag zunehmend automatisiert, wächst eine neue Form der Ungleichheit. "Digital Aliens - Die neue Ungleichheit" zeigt, wie digitale Systeme Gesellschaften neu ordnen - und warum immer mehr Menschen dabei drohen, abgehängt und unsichtbar zu werden. Der Dokumentarfilm erzählt von einer Welt, in der Technologie als Heilsbringer gefeiert wird, Teilhabe jedoch immer stärker an Zugang, Kompetenzen und algorithmischen Entscheidungen geknüpft ist. Millionen Menschen scheitern an digitalen Schnittstellen, während automatisierte Prozesse Verwaltungen, Arbeitsmärkte und Sozialsysteme prägen - oft ohne Transparenz, ohne Widerspruchsmöglichkeiten, ohne menschliches Gegenüber. Algorithmen bewerten, sortieren aus und entscheiden. Sie reproduzieren bestehende Diskriminierungen, verstärken sie oder schaffen neue. Zwischen politischer Regulierung und technologischer Vision stellt der Dokumentarfilm die Frage nach Verantwortung. Wer trägt sie - und wer kann eingreifen? Expertinnen wie die Rechtswissenschaftlerin Sandra Wachter, die KI-Forscherin Abeba Birhane oder die Politologin Geraldine de Bastion analysieren die Machtverhältnisse der digitalisierten Welt. In Brüssel geht es um die Grenzen politischer Steuerung, im Silicon Valley gibt der Unternehmer Sebastian Thrun Einblick in neue Tech-Visionen. In Frankreich rekonstruiert der Film einen Algorithmus-Skandal in der Sozialbehörde, in Deutschland, Irland und Estland sucht er nach Gegenmodellen: Bildung, Solidarität und digitaler Selbstermächtigung.


Programação

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Arte terça, 23:20 Digital Aliens

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Das Programm setzt sich zu 55 % aus Dokumentationen, zu 25 % aus Spiel- und Fernsehfilmen, zu 15 % aus Nachrichtensendungen und zu 5 % aus musikalischen Darbietungen und Bühnenaufführungen zusammen. Zwei Drittel aller Programme sind Erstausstrahlungen.