Bruce Lee oder Der Mann mit der Todeskralle
Frankreich 2025
Parasite
Die vierköpfige Familie Kim wohnt in einer miefigen Kellerwohnung. Ihre Arbeitslosenunterstützung bessern sie mit Kartonfalten für einen Pizzaexpress auf. Als Sohn Ki Woo (Choi Woo-shik) bei der Unternehmerfamilie Park einen gut bezahlten Job als Nachhilfelehrer bekommt, sieht er die unverhoffte Chance, auch seinen Angehörigen eine Stelle zu verschaffen. Zunächst vermittelt Ki Woo der nichts ahnenden Dame des Hauses Yeon Kyo (Cho Yeo-jeong) seine Schwester Ki Jung (Park So-dam) als Kunstpädagogin für den vermeintlich hochbegabten Sohn (Jung Hyeon-jun). Anschließend machen sich die Kim-Geschwister mit List und Tücke daran, das bisherige Personal unauffällig loszuwerden, um Vater Ki Taek (Song Kang-ho) als Chauffeur und Mutter Chung Sook (Chang Hyae-jin) als Haushälterin einzuschleusen - mit falscher Identität und erlogenen Referenzen. Zu ihrem Erstaunen geht der dreiste Plan reibungslos auf! Als der wohlhabende Hightech-Unternehmer Park (Lee Sun-kyun) mit seiner Familie zu einem mehrtägigen Ausflug aufbricht, feiern die Kims in der stilvollen Villa ihren unverhofften Aufstieg. Plötzlich steht die geschasste Haushälterin vor der Tür - angeblich, um nach ihrer persönlichen Habe im Keller zu schauen. Dass sie Moon Gwang (Lee Jung-eun) hereinlassen, bereuen die Kims schon bald. Denn nicht nur sie haben ein Geheimnis, das allen zum Verhängnis werden kann. „Parasite“ gewann weltweit nicht nur über 200 Festival- und Filmpreise, sondern räumte auch in Hollywood mit vier Oscars ab und schaffte ein Novum in der Geschichte der Academy Awards: Erstmals siegte der Beste fremdsprachige Film zugleich in der Kategorie „Bester Film“. Sein Macher Bong Joon-ho konnte sich zudem über die Auszeichnungen für Regie und Drehbuch freuen. Das raffiniert aufgebaute Meisterwerk verbindet Elemente aus Drama, Horror, Thriller, Ganovenfilm und Tragikomödie zu einer bitterbösen Gesellschaftssatire. Das brillante Set Design der lichtdurchfluteten Hightech-Villa und der moderigen Untergeschoss-Behausung arbeitet grandios die Klassenunterschiede im modernen Südkorea heraus.
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Descrição
"Der Mann mit der Todeskralle" (1973) machte seinen Hauptdarsteller Bruce Lee zum größten asiatischen Filmstar aller Zeiten und zu einem Hoffnungsträger für viele Menschen, die wie er diskriminiert wurden. Es war Lees Sieg über Hollywood, das ihn lange nicht gewollt hatte. Mit dem Film "Der Mann mit der Todeskralle" änderte Bruce Lee den Blick des Westens auf die asiatische Community und zwang Hollywood, eine Realität anzuerkennen, die es bis dahin negiert und sogar verfälscht hatte. Asiatinnen und Asiaten verkörperten in amerikanischen Produktionen bis dahin meist unterwürfige oder bösartige Charaktere. Oft wurden sie von überschminkten und verkleideten Weißen gespielt, weil die Produzenten meinten, mit dieser als Yellowface bezeichneten Praxis den Publikumserwartungen gerecht zu werden. In "Der Mann mit der Todeskralle" war erstmals in der Geschichte Hollywoods ein asiatischer Schauspieler der Star eines Films. Das löste eine weltweite Schockwelle aus, und Bruce Lee stieg zu Bob Marley, Che Guevara und Mohammed Ali in das Pantheon der Rebellen auf. Die asiatische, aber auch die afroamerikanische Community war stolz auf Lee. Viele, die unter Rassendiskriminierung zu leiden hatten, identifizierten sich mit ihm. In den fünfzig Jahren nach dem Film und dem kurz darauf folgenden Tod seines Hauptdarstellers inspirierte Bruce Lee zahlreiche Hollywood-Produktionen, von "Matrix" bis "Kill Bill". Doch der Erfolg des "kleinen Chinesen, der sich für unbesiegbar" hielt, war ein Affront, den weiße Schauspieler wie Jean Claude van Damme, Steven Seagal oder Chuck Norris wiedergutmachen sollten. Auch Quentin Tarantino attackierte den Mythos und erweckte Lee in seinem Film "Once Upon a Time in Hollywood" als arroganten Aufschneider in einer Nebenrolle zum Leben. Doch es funktionierte nicht, die Legende Bruce Lee ist unzerstörbar.
Programação
| Canal | Duração | Título |
|---|---|---|
| quarta, 22:10 | Bruce Lee oder Der Mann mit der Todeskralle |