Tracks East
Israel - Auf ewig im Krieg?
Die Sirene
1980: Abadan, die Ölhauptstadt des Iran, widersetzt sich der irakischen Belagerung. Omid, 14 Jahre alt, weigert sich, die Stadt zu verlassen, und bleibt bei seinem Großvater, um auf seinen älteren Bruder zu warten, der an der Front kämpft. Als Vertretung für Farshid, einen Freund seines Bruders, der bei einem Granatenangriff schwer verletzt wurde, wird Omid zum Essenslieferanten und fährt jeden Tag auf seinem Motorrad durch die leeren Straßen Abadans. Bei der Erfüllung seiner Mission trifft er auf ungewöhnliche Charaktere, die alle ihre verschiedenen Gründe haben, in der Stadt zu bleiben. Als sich die Situation verschlechtert und die Stadt kurz vor dem Fall steht, will Omid versuchen, alle zu retten, die ihm wichtig sind - mit einem verlassenen Schiff, das er im Hafen von Abadan entdeckt hat und das seine Arche wird. Kann es die Lösung sein für die Rettung der Menschen, die ihm am Herzen liegen? Sepideh Farsis Film eröffnete 2023 das Panorama der Berlinale. Er ist Teil der langjährigen filmischen Auseinandersetzung der Regisseurin mit der Geschichte ihres Heimatlandes und der iranischen Diaspora, im ständigen Widerstand gegen das Mullah-Regime des heutigen Iran. Die Regisseurin Sepideh Farsi wurde in Teheran geboren und kam 1984 nach Paris, um ein Mathematikstudium zu beginnen, das sie aber bald abbrach, um sich dem Film zu widmen. Eine ihrer ersten Arbeiten war ein Dokumentarfilm über die iranische Diaspora. "Die Sirene" ist Farsis erster Spielfilm in Animationstechnik und hat das Panorama der Berlinale 2023 eröffnet.
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Beschreibung
Trotz Waffenstillständen bleibt der Alltag in Israel geprägt von Raketenalarm und gesellschaftlicher Erschöpfung. Zwischen Cafébesuchen und Luftschutzbunkern stellt "Tracks East" die Frage: Was macht der Dauerkrieg mit einer Gesellschaft? Israel lebt zwischen Alltag und Ausnahmezustand. "Tracks East" über Menschen im Dauerkrieg. Journalist David Issacharoff begleitet Menschen, die mit den Widersprüchen eines Landes leben, das trotz des Krieges funktionieren muss. In Tel Aviv trifft "Tracks East" den Streetfotografen Shahar Dekel. Sein Kibbuz nahe Gaza wurde am 7. Oktober 2023 zerstört; Freunde starben oder kämpfen bis heute mit Traumata. Dreimal wurde er seitdem eingezogen. Mit seiner Kamera dokumentierte er den Krieg. Nahe der libanesischen Grenze betreibt Nitzan Yulzari ein Café. Manchmal bebt dort der Boden von den Explosionen in der Ferne. Eigentlich wollte er mit seiner Familie nach Portugal auswandern. Jetzt steht die Entscheidung erneut bevor. Sein Café ist Treffpunkt und Rückzugsort zugleich - doch der Krieg begleitet ihn jeden Tag. Eine andere Perspektive zeigt die palästinensisch-israelische Journalistin Amal Ghawi. Auf Social Media spricht sie über Vertreibung, Diskriminierung und die Verengung des öffentlichen Diskurses. Sie berichtet auf Hebräisch und Arabisch. Für ihre Kritik wird sie von beiden Seiten angegriffen. "Tracks East" zeigt ein Land, das erschöpft ist - und dennoch weitermacht.
TV Zäitplang
| Kanal | Zeit | Titel |
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| Mëttwoch, 00:50 | Tracks East | |
| Mëttwoch, 00:10 | Tracks East |